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26.11.2016 Infoveranstaltung

Wer hat die größte Gurke?
Zu seiner Informationsveranstaltung kürt der Kleingartenverband des IlmKreises nicht nur die Sieger im Gartenwettbewerb, er berät auch wichtige Themen wie Versicherungen.
VonBeritRichter


Arnstadt –„Wir hatten 93 Meldungen und was mich besonders freut, dass diesmal auch Ilmenauer mitgemacht haben“, zog Jürgen Unbehau, Kreisfachberater im Kreisverband der Kleingärtner und damit auch für den jährlichen Kleingartenwettbewerb zuständig, zur Informationsveranstaltung Samstag Bilanz. 26 Meldungen waren von der Kleingartenanlage „Lärcheneck B“ eingegangen und damit lag man gar nicht so weit weg vom Gesamtsieger „Freundschaft“ aus Arnstadt, der sich mit 38 Meldungen an überdurchschnittlich großen Tomaten, Gurken, Kürbissen oder Zucchinis den Pokal sicherte. „Auch von der Ilm-Aue gab es zwei Meldungen, vielleicht kommen nächstes Jahr ja noch mehr“, wünschte sich Unbehau. Vorausgesetzt der Kleingartenwettbewerb kann dann noch statt finden. Viele Jahre hatte man in Hagebau-Marktleiter Hans-Jürgen Jäger einen zuverlässigen Partner, doch dieser verabschiedete sich Samstag von den Kleingärtnern und bald auch aus Arnstadt. „In den zwölfeinhalb Jahren hier habe ich viel gelernt und tolle Menschen getroffen“, sagte er.Als Ehrenmitglied des Kreisverbandes werde er auch künftig vorbeischauen. Die Kleingärtner hoffen nun, dass sein Nachfolger ein ähnliches Herz für ihre Anliegen und den Wettbewerb haben wird. Verkündet wurden Samstag auch die Sieger im Wettbewerb um die schönste Kleingartenanlage, die ihre Pokale dann zur großen Jahreshauptversammlung im nächsten Frühjahr bekommen werden. Zwanzig Vereine hatten sich diesmal beteiligt, mit „Geratal“ Plaue und „Am Schwimbad“ Gräfenroda gab es zwei neue Sieger. 87 Vereine gehören dem Kreisverband an. In ihnen gibt es 3736 Kleingärten.„Die Zahl hat etwas abgenommen, weil leer stehende Parzellen umgenutzt werden als Gemeinschaftsanlagen wie Parkplätze“, erklärte Kreisvorsitzender Jürgen Menzel. Der Leerstand betrage etwa zwei Prozent. Gut sieht es bei der Einhaltung der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit aus. Auch die in diesem Jahr geprüften Anlagen bestanden die Sichtung. Jürgen Menzel und Stephanie Westerfeld von der Kleingarten-Versicherungsdienst (KVD) GmbH berichteten anschließend über die Notwendigkeit, die richtigen Versicherungen zu haben, sowohl für die einzelne Parzelle wie auch für die Kleingartenvereine. „Der Vandalismus nimmt immer mehr zu“, so Menzel. „Deshalb ist eine Feuer-Einbruch-Diebstahl-Versicherung wichtig. Wenn eine Gartenlaube abgefackelt wird, dann ist der Brandschutt-Sondermüll und die Entsorgung kann richtig teuer werden.“ Auch eine Vereinshaftpflichtversicherung sei dringend angeraten, ergänzte Westerfeld. „Selbst wenn man nichts falsch gemacht hat und am Ende Recht bekommt, kann ein Prozess zunächst teuer werden. Das Geld haben Vereine oft nicht.“
Kreisvorsitzender Jürgen Menzel und Hagebau-Leiter Hans-Jürgen Jäger zeichneten die Preisträger Brunhilde Sewcik, Hartmut Töpfer (für Gesamtsieg der „Freundschaft“), Paul Jacobi, Norbert Sauer und Dietrich Gleichmar (von links) aus. Wettbewerbsverantwortlicher Jürgen Unbehau (rechts) freute sich über die rege Teilnahme. Foto: Richter
Kleingartenwettbewerb Größte Gurke: Brunhilde Sewcik („Freundschaft“Arnstadt), 68cm, 2737gr. Größte Zucchini: Mandy Neumann („Freundschaft“Arnstadt),76 cm, 6780gr. Größter Kürbis: Paul Jacobi(„Am Riesenlöffel“ Arnstadt), 40kg. Größte Tomate: Norbert Sauer („Vogelsberg“ Arnstadt), 720gr. Sonstiges: Dietrich Gleichmar („Vogelsberg“ Arnstadt) für eine Silphie (Blume), 3,94m. Meiste Teilnehmer:„Freundschaft“ Arnstadt mit 38. Schönste Kleingartenanlage bis 70Gärten:1. „AmSchwimmbad“ Gräfenroda94,75 Pkt., 2.„Ilm-Aue“ Ilmenau und„ ZurWachsenburg“ Arnstadt je 93,50, 3.„AgnesWinckler“Arnstadt92,50. Schönste Kleingartenanlage ab 70 Gärten:1.„Geratal“ Plaue 90,50, 2. „Bahlsen“ Arnstadt90,25,3. „Freundschaft“Arnstadt 89,75.


 

19.09.2016

Einbruchschutz für Garten und Gartenlaube, wie viel kostet Einbruchschutz

Die idealo internet GmbH hat dazu eine Broschüre veröffentlicht => siehe folgenden Link:

Broschüre

 

Artikel in der TA vom 30.03.2015

Endender Bestandsschutz sorgte für Unruhe unter Gärtnern

Jahreshauptversammlung der Kleingärtner des Ilm-Kreises in Arnstadt. Eingetragene Vereine weiter geschützt

Von Frank Buhlemann

 Ilm-Kreis. Für ein Aufatmen sorgte die Nachricht, die Rainer Merkel, Präsident des Landesverbandes Thüringen der Gartenfreunde, am Sonnabend im Saal der Gaststätte Henne in Arnstadt verkündete: Der Bestandsschutz für Kleingärten, der am 3. Oktober 2015 ausläuft, hat keine Auswirkungen für die eingetragenen Kleingartenvereine, die gemeinnützig sind.

Zuvor hatten mehrere Redner bereits das Problem vor über 120 Kleingärtnern, die zur Jahreshauptversammlung in die Henne gekommen waren, angesprochen. Merkel versicherte aber:

 Keine Panik, unsere Vereine sind nicht betroffen.

3742 Gärten in 88 Vereinen gibt es aktuell im Kreisverband der Kleingärtner Arnstadt-Ilmenau, wie Verbandsvorsitzender Jürgen Menzel in seiner Rede zur Jahresversammlung sagte. Das sind im Vergleich zum Jahr davor allerdings auch rund 250 weniger.

Es gibt dafür unterschiedliche Ursachen, aber vielfach ist es auch eine Zusammenlegung von Gärten , so Menzel.

Das Ziel der Kleingärtner sei auch weiterhin

 ein sehr schönes Hobby naturverbundener Freizeitgestaltung zu gestalten und sozial verträglich zu erhalten , so Menzel weiter. Der Kreisverband Arnstadt-Ilmenau verfolgt dieses Ziel erfolgreich seit knapp einem Vierteljahrhundert nach der Wende. 2016 wird der Verein sein 25-jähriges Bestehen feiern.

Dies gilt auch für die Gäste aus Kassel, den Partnerverein der Ilm-Kreis-Kleingärtner, die einen Vertreter zur Jahresversammlung nach Arnstadt geschickt hatten. Der berichtete von Problemen, die Kleingartenvereine mit Beamten der Länderverwaltung haben, weil Gesetze unterschiedlich ausgelegt werden können.

Rainer Zobel als Vertreter der Ilm-Kreis-Verwaltung bestätigte solche Probleme. Er berichtete außerdem, dass im vergangenen Jahr bei behördlichen Besichtigungen im Ilm-Kreis 36 Kleingartenanlagen kontrolliert wurden. In einem Fall musste die Gemeinnützigkeit aberkannt werden. Die Schwierigkeit ist die Struktur, die nicht nur der Freizeit, sondern auch dem Anbau von Kulturen dienen soll.

Ab Mai dieses Jahres werden erneut voraussichtlich 26 Anlagen im Kreis solchen Begutachtungen unterzogen.

Anschließend gab es einige Auszeichnungen für Vereine und Mitglieder, darunter auch für Verbandschef Jürgen Menzel, der seit zehn Jahren erfolgreich die Geschicke im Ilm-Kreis im Griff hat.

Als beste Vereine 2014 wurden der Kleingartenverein  Drei Gleichen  in Eischleben und in einer anderen Gruppe der Verein  Sonnenblick  Arnstadt ausgezeichnet.

 

Artikel in der TA vom 06.10.2014

Gigant und Gigantchen stammen aus demselben Beet

 Mitglieder der Kleingartenanlage Am Vogelsberg feiern Erntedankfest mit dem traditionellen Kohlrabiwiegen. Zehn-Kilo-Marke bleibt ungeknackt

 Von Britt Mandler

Arnstadt. „Wir machen das jetzt ganz genau!“ Mit spitzen Fingern zieht Dietrich Gleichmar ein winzigkleines Gewicht aus dem hölzernen Kästchen, das vor ihm steht. Seit Jahren schon fungiert er als Wiegemeister beim traditionellen Kohlrabiwiegen des Kleingartenvereins Am Vogelsberg. Große Kohlrabi hat er schon gesehen, auch riesige. Doch das, was ihm Maik Sauer da in die Waagschale gepackt hat, ist eher niedlich. Gerade mal 50 Gramm bringt das „Gigantchen“ auf die Waage. Und das auch nur, weil es noch ein paar Blätter trägt. Der Wiegemeister aber verzieht keine Miene. Er macht den Spaß mit und wiegt den Winzling genauso sorgfältig, wie er zuvor die großen Exemplare bewertet hat. „Wir sind schon im 29. Jahr des Kohlrabiwiegens“, sagt Jürgen Menzel, der Vorsitzende des Kreisverbandes der Kleingärtner. 1985 gaben nur zwei  Laubenpieper ihre Kohlrabi ab. Dann wuchs die Veranstaltung mit jedem Jahr. Nicht nur Kleingärtner vom Vogelsberg machen mit, sondern auch aus anderen Kleingartenanlagen. In ihren Gärten ziehen sie eine Sorte, die in den alten Bundesländern weitgehend unbekannt war, im Osten aber einen Siegeszug antrat: „Gigant“ wurde besonders gern in Kantinen eingesetzt, denn die Kohlrabi werden riesig, verholzen aber nicht und lassen sich leicht verarbeiten. „Davon kriegt man die ganze Familie gleich mehrfach satt“, sagt Jürgen Menzel und lacht. 1989 und 1996 waren für ihn besonders gute Jahre. Damals gewannen seine Giganten mit 14,6 beziehungsweise 14,8 Kilogramm Gewicht. Diesmal lagen auch stattliche Exemplare in der Waagschale. Doch die zehn-Kilo-Marke knackte keiner der Kleingärtner. Den schwersten Giganten gab Maik Sauer ab. 9,5 Kilogramm wog  – kein Vergleich zum „Gigantchen“ aus demselben Beet.  Norbert Sauer kam mit einem 9490 Gramm schweren Exemplar auf Platz 3, Richard Wagner als Drittplatzierter hatte einen 8100 Gramm schweren Kohlrabi beigesteuert. Dafür gab es Urkunden und Preise. Und Maik Sauer bekam auch noch Dünger – für das Gigantchen.

 

 

 

Artikel in der TA vom 26.05.2014

Kleingartenanlage feierte 40-jähriges Bestehen

Besitzer in der Anlage Auf der Heide Frankenhain kommen sogar bis aus Erfurt. Nur vier Parzellen stehen leer

 Von Marco Schmidt

  Es ist ein Kleinod geworden für unseren Ort, sagte Frankenhains Bürgermeister Hans-Georg Fischer am Freitag in der Gaststätte Waldhof. Dort feierte der Kleingartenverein Auf der Heide sein 40-jähriges Bestehen. Am 3. April 1974 wurde der Verein offiziell gegründet und auf der Heide 52 Gärten angelegt. Seitdem kümmern sich die Besitzer liebevoll um ihre Gärten und haben die Anlage zu dem vom Bürgermeister bezeichneten kleinen Paradies

werden lassen. Dazu gehört auch viel ehrenamtliche Arbeit von den Vereinsmitgliedern. Dafür bekam die Anlage die Ehrenurkunde des Kreisverbandes der Kleingärtner im Ilmkreis und der Vereinsvorsitzende Arwed Hinzberg die Ehrennadel des Kreisverbandes verliehen.

104 Mitglieder hat der Verein heute. Und den Erholungswert der Kleingärten wissen nicht nur die Frankenhainer zu schätzen. Die Gartenbesitzer kommen aus Oberhof, Gräfenroda, Erfurt oder Sömmerda. Vier Gärten der Anlage sind derzeit ungenutzt. Der Verein würde sich freuen, wenn sich auch für diese Gärten ein Nutzer findet.

 Wer Interesse daran hat, kann uns entweder direkt ansprechen oder sich über die Gartenbörse auf der Internetseite des Kreisverbandes informieren , sagt Arwed Hinzberg.

 

 

Eröffnung des Bienengartens in der Kleingartenanlage "Drei Gleichen" in Eischleben am 6.6.13

Artikel im "Freien Wort" von Berit Richter

Eischleben – Biene Maja hat ein neues Zuhause, nun zumindest ihre realen Verwandten: Im Bienengarten der Kleingartenanlage „Drei Gleichen“ in Eischleben. „Die Idee gab es schon vor über 20 Jahren, als der Verein gegründet wurde“, erinnerte sich Vorsitzender Gerd-Uwe Exel zur Einweihung am Donnerstag. Damals fand sich kein Interessent, nun aber kamen gleich mehrere zusammen: Hobbyimker Jens Brückner, ein leer stehender Garten und das Engagement der Grone-Bildungszentren Thüringen GmbH in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen.

Deren Häftlinge waren es nämlich, welche Schautafeln, Insektenhotel und vieles mehr für den Garten bauten. „Es waren nicht alle gleich Feuer und Flamme“, erinnerte sich Grone-Bereichsleiterin Ilona Schiller. Aber es sei trotzdem gelungen, viele der jungen Männer – rund 40 waren am Projekt beteiligt - zu motivieren. „Viele haben dann eigene Ideen eingebracht“, so Schiller weiter. Ein Jahr lang dauerte das über den Europäischen Sozialfonds finanzierte Projekt, an dem verschiedenen der Gefängnis-Werkstätten beteiligt waren.

Profitieren soll nun die Natur. So erinnerte Schiller an den Rückgang der Bienenvölker und ihre Bedeutung für den Menschen. „Achtzig Prozent unserer Nutzpflanzen werden von Bienen betäubt“, sagte sie. Jens Brückner und seiner Familie, die in Eischleben leben, haben sich seit drei Jahren der Imkerei verschrieben. Zehn Völker der Gattung Honigbeine mit rund einer halben Million Tiere nennt er sein eigen. Sechs dieser Völker haben nun im neuen Bienengarten ein neues Zuhause gefunden.

Für diese wurde unter anderem eine Wildblumenwiese angelegt, auch wenn diese noch zwei bis drei Jahre brauchen wird, bis sie in voller Blüte steht. Profitieren vom Bienensegen werden aber zweifelsohne auch die Gartennachbarn. „“Beinen fliegen maximal in einem Radius von drei Kilometer, aber wenn sie genug Nahrung finden, dann bleiben sie in der Nähe“, erklärte Jens Brückner. Er selbst hat schon die Erfahrung gemacht, dass seien Erdbeer- und Himbeerernte Dank seiner Bienen verdoppelt wurde.

Die Gartenanlage "Drei Gleichen" wurde 2011 und 2012 als schönste Anlage im Ilm-Kreis ausgezeichnet. Für die leer stehende Parzelle fand man aber keinen neuen Pächter, „weil sie recht groß ist“, wie  Gerd-Uwe Exel erklärte. Die Pacht wird nun von allen gemeinschaftlich getragen. Kindergärtengruppen, Schulklassen, aber auch interessierte Bürger sind herzlich eigneladen, den Bienengarten zu besuchen.

Aber auch jeder Kleingärtner kann etwas für Maja und ihre Freuden tun. Wenig Chemie einsetzen, einheimische, blühende Pflanzen anbauen und ab und zu etwa Wasser stehen lassen, helfe ihnen, erklärte Jens Brückner. Br

 

 

 

 

 

Artikel in der "TA" vom 17.01.2013 zur Feierstunde "20 jähriges Bestehen des KV Arnstadt Ilmenau"

20 Jahre Vorsprung

Gäste aus Politik und Verwaltung gratulierten Kleingärtnerverband

Arnstadt. Genau 20 Jahre bestand gestern der Kreisverband der Kleingärtner Arnstadt - Ilmenau. Mochte die Feierstunde in der Arnstädter Kleingartenanlage Bahlsen auch noch so klein sein - dem Landesverband war sie eine Verschiebung der Vorstandssitzung wert: Präsident Rainer Merkel kam in Mias Bierstübchen und würdigte das kleine Jubiläum mit einer Ehrenurkunde. Der Zusammenschluss der Kreisverbände Arnstadt und Ilmenau noch vor der Gebietsreform ist aus Sicht der Präsidenten auch 20 Jahre später noch richtungweisend: Die Kleingartenvereine müssen heute demografische und Strukturprobleme bewältigen. Um die Bildung von Regionalverbänden komme man nicht herum. Im Ilmkreis hat diese Erkenntnis 20 Jahre Vorsprung. Mit der Landtagsabgeordneten Eleonore Mühlbauer, Ex-Landrat Lutz-Rainer Senglaub, SPD-Politikerin Petra Heß und Vize-Landrat Rainer Zobel hatten die Verbandsvorstände von einst und heute auch aktuelle und frühere Partner aus Politik und Verwaltung zu Gast. Zobel versicherte, das Landratsamt werde ein konstruktiver Partner bleiben. Auch wenn es darum gehe, die Gemeinnützigkeit der Vereine festzustellen und zu erhalten. Nur mit dem Siegel der Gemeinnützigkeit haben die mehr als 7000 organisierten Kleingärtner im Ilmkreis tatsächlich die Gewähr, dass sie ihre Passion zu erschwinglichen Pachten ausüben können. Die 88 Vereine mit 3757 Kleingärten im Kreisverband machen Naturschutz im Kleinen erlebbar, betonte Eleonore Mühlbauer, die naturschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Die Obst- und Gemüseproduzenten 'zur Versorgung der Bevölkerung" von einst dienen heute einfach der gesunden Ernährung, pflegen Gärten als Erholungsräume für verschiedenste Generationen, aber auch als grüne Lungen in städtischen Gebieten. Der Kreisverband hat zum 20-Jährigen unter Federführung von Walter Ritter und Rainer Vogt eine Festschrift erarbeitet. Sie hält Namen und Daten aus 20 Jahren fest und wurde gestern erstmals präsentiert. mb

Präsident Rainer Merkel übergibt eine Ehrenurkunde an den Vorsitzenden des KV Jürgen Menzel

 

Artikel in der "TA" vom 16.01.2013 zum 20 jährigen Bestehen des KV

Wegbereiter für den Ilmkreis

Vor 20 Jahren wurde im 'Lindeneck" der Kreisverband der Kleingärtner Arnstadt-Ilmenau gegründet

Von Hans-Joachim Weise

Ilmkreis. Heute vor genau 20 Jahren ist der Kreisverband der Kleingärtner Arnstadt-Ilmenau gegründet worden. Damit endete eine Jahre währende Neustrukturierung nach der ohne Befragung der Mitglieder erfolgten Auflösung des VKSK. Die Kleingärtner des Kreises Arnstadt schlossen sich sofort zum Kreisverband der Kleingärtner zusammen und richteten die dafür notwendige Geschäftsstelle ein. Im Kreis Ilmenau fühlten sich die Kleingärtner allein gelassen. Erst dank tatkräftiger Initiative der Gartenfreunde Walter Ritter ('Am Fuchshügel" Ilmenau), Rainer Voigt ('Sonnenbad" Ilmenau), Heinrich Pohl ('Gartenstraße" Unterpörlitz) und Karl-Heinz Niebergall ('Am Burgstein" Langewiesen) wurde der Kreisverband am 25. Mai 1991 im Schortekulturhaus gegründet. Die Teilnahme des Arnstädter Kreisvorsitzenden Hermann Hübner war da schon der Vorbote für den alsbaldigen Zusammenschluss. Die Kleingärtner vollzogen ihn, als über eine Bildung des Ilmkreises noch diskutiert wurde. Schon am 14. Dezember 1991 wurden in Ilmenau und dann am 21. März 1992 in Arnstadt die notwendigen Beschlüsse gefasst. So fand schließlich am 16. Januar 1993 im Arnstädter Bürgerhaus 'Lindeneck" jene Zusammenkunft statt, auf der die Gründung des Kreisverbandes Arnstadt-Ilmenau unterzeichnet wurde. Er vertrat 3800 Mitglieder, die in 80 Gartenvereinen organisiert waren. Hilfreich war dabei die enge Zusammenarbeit mit dem Kreis- und Stadtverband in Kassel. Denn es war vereinte Kraft notwendig, angesichts jener Nachfahren früherer Grundstückseigentümer, die meinten, durch drastische Pachterhöhungen das große Geschäft machen zu können. Ebenso traten Städte und Gemeinden auf den Plan, die plötzlich unangemessen hohen Pachtzins verlangten und sich dabei nicht einmal um gesetzliche Bestimmungen scherten. Den größten Aufruhr verursachte der damalige Bürgermeister von Großbreitenbach, der einen Beschluss über die Anhebung auf 50 Pfennige je Quadratmeter und Jahr durchsetzte. So mussten sich die Landräte der Kreise Arnstadt und Ilmenau mit dem Problem befassen. Nach Gesprächen mit dem Kreisverband kam schließlich eine Regelung zustande. Dem engagierten Wirken des Kreisverbandes ist es zu verdanken, dass das Kleingartenwesen seine Popularität nicht einbüste. Öffentlichkeitswirksame Aktivitäten bewirkten, dass nicht nur Landes- und Kommunalpolitiker Unterstützung geben - etwa bei der Feststellung der Gemeinnützigkeit der Anlagen. Zudem interessieren sich wieder mehr Menschen, darunter junge Familien, für Kleingärten. Dazu beigetragen haben auch die 'Tage des Gartens", Garten- und Kinderfeste, der Wettbewerb 'Schönste Kleingartenanlage des Ilm-Kreises" und der mit dem Hagebaumarkt organisierte Kleingärtnerwettbewerb 'Wer hat den Größten?" - die Gartenolympiade. Dazu beigetragen hat natürlich auch die fundierte theoretische Weiterbildung der Gartenfreunde. Seminare für Fachberater gehören ebenso dazu wie solche für den Schnitt der Obstbäume und zu Rechtsfragen.

Selbstverständlich für den Kreisverband ist Solidarität: Mit erheblichen Zuwendungen wurden im Jahr 2002 Anlagen in Bitterfeld und im Altenburger Land unterstützt, um die verheerenden Hochwasserschäden rasch zu beseitigen. So hat sich der Kreisverband Grundlagen auch für das dritte Jahrzehnt seines Bestehens geschaffen. Die heute 88 Vereine mit 3757 Kleingärten wollen am 6. April zur Jahreshauptversammlung in Plaue das 20-Jährige gebührend feiern.

 

Artikel in der "TA" vom 26.11.2012 zur Informationsveranstaltung 2012

Arnstädter mit gutem Händchen bei der Zucht von Gartengemüse

 Von Frank Buhlemann

Ilmkreis. Die Aula im ehemaligen Neideckgymnasium in Arnstadt war am Sonnabend zum Informationstag des Kreisverbandes der Kleingärtner Arnstadt-Ilmenau sehr gut gefüllt. „Ich freue mich, dass 140 Vorsitzende und Schatzmeister unserer Mitgliedsvereine gekommen sind“, so Verbandsvorsitzender Jürgen Menzel. Neben Wissenswertem zu aktuellen Fragen der Versicherung rund um den Kleingarten gab es anfangs mehrere beachtenswerte Ergebnisse. Es wurden die Sieger im Kleingärtnerwettbewerb in den Kategorien Gurke, Zucchini, Tomate, Kürbis und Sonnenblume geehrt. Auffällig dabei, dass bis auf einen dritten Platz von Walter Ritter (Fuchshügel) alle Sieger, Plätze eins bis drei, aus Kleingärten in Arnstadt kamen. So lieferte Rolf Haubold mit 828 Gramm eine Supertomate ab. Wie Fachberater Jürgen Unbehau meinte, „stellt euch die Größe mal vor, da konnten fünf Mann davon satt werden“. Leider wusste der Züchter in der Aula nicht, um welche Tomatensorte es sich handelte. Ausgezeichnet wurde darüber hinaus auch die schönste Kleingartenanlage in zwei Kategorien (bis und ab 70 Gärten). Da hatten die Ilmenauer mit dem Fuchshügel einmal die Nase vorn, der zweite Sieg in der Kategorie bis 70 Gärten ging an die Anlage „Drei Gleichen“ in Eischleben. Insgesamt forderte Verbandschef Menzel „mehr Beteiligung bei den Wettbewerben“, ein Wunsch, den er vor allem an die Ilmenauer und die Großbreitenbacher richtete. Außerdem dankte er Marktleiter Hans-Jürgen Jaeger für die gute Unterstützung der Kleingärtner durch den Hagebaumarkt. Danach herrschte aufmerksame Stille, als Versicherungsexpertin Stephanie Westerfeld zu Versicherungsfällen sprach. Der angemessene Schutz (auch das Fundament gehört zum Wert der Laube) sei wichtig, denn die Ausstattung der Lauben hat sich deutlich verändert. Gartenüblich ist heute der Kühlschrank, der Hochdruckreiniger dagegen sei noch „auf dem Weg“, aber werde immer mehr zum Streitfall. Oft seien Lauben mit rund 5000 Euro sowie das Inventar mit 2000 Euro unterversichert. Wichtigste Versicherung ist die gegen Einbruch und Diebstahl. Ist so ein Schaden eingetreten, könne auch selbst repariert werden. Zehn Euro gibt es für die Stunde, allerdings müssen die Eigenleistungen detailliert aufgelistet sein. Zudem sollen die Schäden bei der Polizei gemeldet sein.

 Die Sieger im Wettbewerb

􀀝 Gurke

1. Klaus Willing, KGA „Freundschaft“, 58 cm

2. Reiner Ehrhardt, KGA „Freundschaft“, 56 cm

3. Walter Ritter, KGA „Am Fuchshügel“, 48 cm

􀀝 Zucchini

1. Detlef Fröhlich, KGA „Freundschaft“, 6500 g,

und K.-H. Rittermann, KGA „Agnes Winckler“, 6500 g

􀀝 Tomate

1. Rolf Haubold, KGA „Lange Else“, 828 g

2. Reiner Göpfert, KGA „Bahlsen“, 748 g

3. Krystyna Mazur, KGA „Freundschaft“, 649 g

􀀝 Kürbis

1. Max Gottschlich, KGA „Agnes Winckler“, 25 600 g

2. Kurt Linde, KGA „Agnes Winckler“, 22 400 g

3. Harald Steinert, KGA „Freundschaft“, 20 000 g

􀀝 Sonnenblume

1. Dietrich Gleichmar, KGA „Vogelsberg“, 3,61 m

2. Jürgen Menzel, KGA „Vogelsberg“, 3,53 m

3. Hans-Werner Brünnert, KGA „Agnes Winckler“, 3,47 m

 

Artikel im "Freien Wort" vom 02.04.2012 zur JHV 2012

Noch haben die Kleingartenvereine im Ilm-Kreis nur mit wenig Leerstand zu kämpfen, doch die Altersstruktur der Gärtner macht Sorge.

Von Berit Richter

Plaue - Das Wetter Samstagmorgen lud wenig zum Gärtnern ein und so hatte der Kreisverband der Kleingärtner den Termin für seine Jahreshauptversammlung gut gewählt. Immerhin 76 von 103 geladenen Delegierten waren erschienen. Sie hörten vom Kreisvorsitzenden Jürgen Menzel die Bilanz einer gelungenen Vorstandsarbeit im letzten Jahr, zunächst aber erst einmal reichlich Grußworte, schließlich ist Wahlkampf. Arnstadts scheidender Bürgermeister Hans-Christian Köllmer wollte sich hingegen für die gute Zusammenarbeit bedanken. "Die Kleingärtner pflegen die Natur, sorgen für Grün in unseren Städten und Gemeinden", betonte er.

Aktuell geschieht dies in 3 775 Gärten und 88 Anlagen. Damit stellt der Ilm-Kreis den fünftgrößten Verband in Thüringen. "Wir haben Altenburg überholt, dort wurden Gärten abgemeldet", erzählte Jürgen Menzel. Nur etwa zwei Prozent der Parzellen stehen im Ilm-Kreis leer. Hier hat sich vor allem die Gartenbörse des Kreisverbandes bewährt, die hilft, schnell Interessenten und Vereine zusammen zu bringen. Mit einer gewissen Sorge schaut man allerdings trotzdem auf die demografische Entwicklung. "Der Altersdurchschnitt ist recht hoch", räumte Vorstandsmitglied Gert Imme ein. So betonte Menzel nicht ohne Grund, dass "Kleingärten als soziale Begegnungsräume" zwischen den Generationen und unterschiedlichen sozialen Schichten zu stärken seien.

Wichtig sei dabei aber vor allem, dass die kleingärtnerische Nutzung beachtet werde, um die Gemeinnützigkeit zu wahren und die niedrigen Pachten zu erhalten. So mussten im letzten Jahr bei fünf der 35 vom Landratsamt geprüften Anlagen Nachbesserungen erfolgen, eine von ihnen muss in diesem Jahr noch einmal ran. Insgesamt haben 82 Anlagen den Status der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit. Die meisten Anlagen, so Menzel weiter, seien in den Kommunen für dauerhafte Nutzung festgeschrieben.

Doch auf die "Drittelnutzung" gelte es zu achten. Wichtig sei es deshalb, in den Anlagen weitere Gartenfachberater zu gewinnen, die nicht zuletzt Neulingen mit ihrem Rat helfen können. Die angebotenen Veranstaltungen des Kreisverbandes zur Weiterbildung wurden 2011 gut genutzt und werden auch in diesem Jahr fortgeführt. Höhepunkt 2012 wird aber der 7. Juli sein, wenn in der "Agnes-Winckler-Stiftung" in Arnstadt der "Tag des Gartens" mit dem Landesverband begangen wird.

Auch im letzten Jahr hatte der Kreisverband zum Wettbewerb um die schönsten Kleingartenanlagen aufgerufen. 27 Vereine beteiligten sich daran. Bei den Vereinen mit über 70 Gärten setzte sich "Geratal" Plaue (94,00 Punkte) vor "Sonnenblick" Arnstadt (92,25) und "Lange Else" Arnstadt (88,25) durch. Bei den Anlagen mit weniger als 70 Gärten war "Drei Gleichen" Eischleben (91,50) vor "Vogelsberg" Arnstadt (91,00) und "Am Schwimmbad" Großbreitenbach (90,00) erfolgreich. Gerade der Sieger war für Jürgen Menzel ein Beispiel, wie sich Dinge durch gute Arbeit verbessern können. "Vor sechs Jahren war die Gemeinnützigkeit nicht sicher, heute steht man hier", erklärte er.

Genutzt wurde die Jahreshauptversammlung auch, um einige langjährige engagierte Vereinsvorstände zu ehren. So erhielten Iris Gräbenteich, Bodo Stelzner, Jürgen Grunewald und Hartwig Schreiber die Ehrennadel des Landesverbandes in Bronze. Weitere Mitglieder wurden mit Auszeichnungen des Kreisverbandes bedacht. Beim Kleingartenverein "Ilm-Aue" Ilmenau konnte man sich über 2000 Euro an Lottomitteln zur Erneuerung der Elektroschaltkästen freuen.

Ein paar kritische Worte gab es dann aber doch noch. So beklagten die Gärtner des Verbrennungsverbot und die ungünstigen Annahmezeiten der Kompostieranlage in Langewiesen. Doch da waren die Politiker längst weiter gezogen.

 

Artikel in der"TA" vom 02.04.2012 zur JHV 2012

Schönste Gärten prämiert

 Kreisverband der Kleingärtner Arnstadt-Ilmenau bilanziert bei seiner Jahreshauptversammlung seine Arbeit.

Auch in diesem Jahr werden wieder verschiedene Anlagen auf ihre Gemeinnützigkeit überprüft

 Von Marco Schmidt

 Plaue. „Das Ziel aller Kleingärtner sollte sein, dieses schöne Hobby naturverbundener reizeitgestaltung lebenswerter zu gestalten und sozial verträglich zu erhalten“, beschrieb Jürgen Menzel, Vorsitzender des Kreisverbandes der Kleingärtner Arnstadt-Ilmenau am Sonnabend bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes. Um sozial verträglich zu sein, ist eine der Aufgaben des Verbandes den Status der Gemeinnützigkeit der verschiedenen Gartenanlagen aufrecht zu erhalten. Dazu müssen Voraussetzungen, wie die Zwei-Drittel- Nutzung erfüllt werden. 35 Gartenanlagen wurden im vergangenen Jahr auf ihre Gemeinnützigkeit überprüft. Bei fünf Vereinen habe es kritische Hinweise wegen der ungenügenden kleingärtnerischen Nutzung gegeben, so dass eine Nachbesichtigung durchgeführt werden musste. „Trotzdem kann eingeschätzt werden, dass alle Städte und Gemeinden in ihren Flächennutzungsplänen den überwiegenden Teil der Kleingartenanlagen als Dauerkleingartenanlagen vorgesehen haben“, so Jürgen Menzel. Für die Besitzer der 3757 Kleingärten im Ilmkreis bedeutet dies, dass sie auch in Zukunft für eine recht günstige Pacht ihren Garten betreiben können. In diesem Jahr werden 27 Anlagen überprüft. Da es immer mal wieder zu rechtlichen Streits mit den Verpächtern kommt, sei die Entscheidung die Rechtsarbeit zu verbessern und auch einen Anwalt einzubeziehen richtig gewesen, schilderte der Verbandsvorsitzende. Deswegen hatte der Kreisverband im vergangenen Jahr auch eine Informationsveranstaltung durchgeführt bei der ein Anwalt die Gartenpächter über ihre Rechte und Pflichten aufklärte.

Eine der vielen Aufgaben des Kreisverbandes ist auch der jährliche Wettbewerb, wo die schönste Kleingartenanlage gekürt wird. Bei den Anlagen bis 70 Gärten war 2011 die Gartenanlage „Drei Gleichen“ in Eischleben die schönste. Gefolgt von den Anlagen „Vogelsberg“ in Arnstadt und „Am Schwimmbad“ in Großbreitenbach. Bei den Anlagen über 70 Gärten bekam der Kleingartenverein „Geratal“ in Plaue den 1. Preis. Auf den Plätzen folgten die Vereine „Sonnenblick“ und „Lange Else“ in Arnstadt. Der „Tag des Gartens“, der jedes Jahr im anderen Kreisverband stattfindet, wird 2012 am 7. Juli in der Kleingartenanlage „Agnes Winkler“ in Arnstadt gefeiert.